Die Selektion geeigneter Managementmethoden für ein Projekt ist ein mehrdimensionaler Prozess. Die Eignung einer Methode hängt unter anderem von folgenden Faktoren ab
- Projektphase: In der Phase der Projektklärung kommen andere Methoden zum Einsatz als in der Projektabwicklung. Es gibt jedoch auch Methoden, die sich in jeder Phase des Projektes einsetzen lassen, beispielsweise die Kreativitätsmethoden.
- Projektmanagement-Prozessen: Je nach Projektmanagement-Prozess kommen spezifische Methoden zum Einsatz.
- Projektgröße: Ob es sich um kleinere (< 5 Mitarbeiter, < 2 Personenjahre), große (>50 Mitarbeiter > 50 Personenjahre) oder mittlere Projekte handelt ist für eine pragmatische Methodenauswahl wesentlich.
- Projektart: Die Projektarten Investitionsprojekte, Entwicklungsprojekte, Organisationsprojekte, IT-Projekte erfordern ein jeweils spezifisches Methodenportfolio.
- Risiko: Insbesondere die sogenannten „Mission Critical Projects", also diejenigen Projekte, die unter keinen Umständen schief gehen dürfen, ohne die Existenz der Organisation ernsthaft zu gefährden, bedürfen besonderer Methoden.
- Branche: Eine Reihe von Methoden sind branchenspezifisch. Bei Projekten im Anlagenbau werden andere Methoden benötigt als in der Softwareentwicklung.
- Methodologie. Methodologien bündeln Methoden zu einem abgestimmten Methodenportfolio.
- Projektkultur: Nicht jede Methode eignet sich für Firmen, die gerade damit beginnen, ein systematisches Projektmanagement aufzubauen.
- technologisches Umfeld: Manche Methoden benötigten ein gewisses Maß an technischer Infrastruktur um sinnvoll eingesetzt werden zu können. Die Netzplanung beispielsweise ist ohne Softwareunterstützung ein mühsames Unterfangen.
- Einprojekt- oder Mehrprojektumgebungen: Mehrprojektumgebungen bringen über das Management von Einzelprojekten hinaus zusätzliche spezifische Anforderungen mit sich.
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Kommentare zu "PM Methoden: Kriterien zur Methodenauswahl"